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Wirtschaftliches Umfeld
Allgemeine wirtschaftliche Lage
Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2008 zunächst relativ widerstandsfähig gegenüber den anhaltenden Bonitätssorgen bei Finanzmarktprodukten und -institutionen in den USA und Europa. Allerdings verstärkten bereits steigende Rohstoffpreise und eine ausgeprägte Dollarschwäche die Wachstumsrisiken. Sorgen über die Preisstabilität veranlassten im Sommer zahlreiche Notenbanken, unter anderem die Europäische Zentralbank, zu Zinserhöhungen.
Im Spätsommer führten die zunehmenden Finanzmarktspannungen zu Spekulationen über Liquiditätsprobleme bei einigen Finanzmarktinstitutionen in den USA, aber auch in Europa. Die Insolvenz einer großen amerikanischen Investmentbank erschütterte schließlich die Stabilität des globalen Finanzsektors. Regierungen und Zentralbanken sprachen danach unmittelbar Garantien für Finanzinstitute sowie für Spareinlagen in Milliardenhöhe aus und versorgten die Geldmärkte mit Liquidität.
Dennoch wirkte sich die große Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Krise schnell negativ auf die Investitions- und teilweise auch Konsumaktivitäten in der Realwirtschaft aus. Dies wurde noch durch eine restriktive Kreditvergabe der Banken verstärkt. Die Wachstumsabschwächung mündete in fast allen entwickelten Volkswirtschaften in einer Rezession. Die Kombination von realwirtschaftlicher Rezession, sich verstärkender Finanzmarktkrise und auf kommenden Deflationssorgen veranlasste die Zentralbanken in den letzten Monaten von 2008 zu historischen Zinssenkungen.
siehe Grafiken 03-05
Die Konjunktur der kontinentaleuropäischen Wirtschaften wurde durch diese Entwicklungen stark beeinträchtigt und führte 2008 zu deutlich geringeren Wachstumsraten. Zeitgleich erhöhte sich die Inflationsrate, insbesondere durch die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Öl- und Energiepreise. Ähnliches gilt für die USA, wo sich das Wirtschaftswachstum 2008 bei erheblich gestiegener Inflationsrate weiter verlangsamte. Auch das hohe Expansionstempo des chinesischen Marktes reduzierte sich deutlich von rund 12% im Vorjahr auf knapp 10% im Jahr 2008.
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